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19 % Umsatzsteuer für Parkplätze im Rahmen von Hotelübernachtungen

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Mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz vom 22.12.2009 wurde zum 01.01.2010 die Umsatzsteuer auf Beherbergungsleistungen ermäßigt. Eine Hotelübernachtung wird seitdem mit 7 % besteuert.

Diese Ermäßigung gilt jedoch nur für die Leistungen, die unmittelbar mit der Vermietung von Wohn- und Schlafräumen zusammenhängen – und damit nicht für das Frühstück, die Nutzung von Telefon und Internet, TV-Dienste (Pay-per-View), Getränke aus der Minibar, Wellnessangebote, die Nutzung von Tagungsräumen usw. Diese Leistungen unterliegen daher dem regulären Umsatzsteuersatz von 19 %.

Die Liste wird jetzt durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 01.03.2016 verlängert: Stellt beispielsweise ein Hotel seinen Übernachtungsgästen Parkplätze zur Verfügung, unterliegen die Kosten dafür ebenfalls dem Umsatzsteuersatz von 19 %. Das gilt auch dann, wenn das Hotel die Parkplätze unentgeltlich zur Verfügung stellt. In diesem Fall muss der Anteil, der auf die Parkplatznutzung entfällt, geschätzt werden. Im Urteilsfall wurden für die Parkplatznutzung 1,50 € netto pro Hotelgast und Tag angenommen.

Für Hotelbetreiber bedeutet dies, dass sie noch genauer zwischen den einzelnen Leistungen unterscheiden müssen. Aus Vereinfachungsgründen beanstandet die Finanzverwaltung es nicht, wenn in einem Pauschalangebot enthaltene, nicht begünstigt besteuerte Leistungen in der Rechnung zu einem Sammelposten (z. B. „Business Package“, „Servicepauschale“) zusammengefasst und der darauf entfallende Entgeltanteil in einem Betrag ausgewiesen werden. Gleiches gilt, wenn der auf diese Leistungen entfallende Entgeltanteil mit 20 % des Pauschalpreises angesetzt wird.