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Chance Widerruf

Die Zinsen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Wer seine Immobilienfinanzierung vorzeitig auflösen möchte, muss daher häufig mit hohen Vorfälligkeitsentschädigungen rechnen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Verbrauchern steht nämlich ein Widerrufsrecht zu, wenn sie einen Vertrag über eine Immobilienfinanzierung abschließen. Über dieses Recht muss die Bank verständlich aufklären. Ist diese sogenannte Widerrufsbelehrung falsch, startet die Widerrufsfrist nicht. Verschiedene Rechtsanwälte und die Hamburger Verbraucherzentrale haben im letzten Jahr Verträge überprüft und festgestellt, dass mehr als 75 % von ihnen fehlerhafte Widerrufsbelehrungen enthielten. In einem solchen Fall kann der Kunde den Darlehensvertrag jederzeit widerrufen. Das heißt: Mit einer Prüfung der Verträge durch einen Experten können Sie eventuell bares Geld sparen.  

Allerdings sollten Sie in jedem Fall eine Anschlussfinanzierung parat haben. Darüber hinaus empfiehlt es sich, in einem persönlichen Gespräch die Kompromissbereitschaft der Bank zu prüfen. Oft lässt sich bereits hier eine Einigung erzielen, indem man zum Beispiel einen neuen Vertrag mit günstigerem Zinssatz vereinbart. Für den Fall jedoch, dass Streitigkeiten mit der Bank entstehen, lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung. Sie muss auch zahlen, wenn die Versicherung später abgeschlossen wurde als der Kreditvertrag. Auch hier lohnt es sich, vorab den Rat eines Experten einzuholen.