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Die Arbeitsecke im Wohnzimmer

©Tierney

In einer aktuellen Entscheidung hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) die steuerliche Absetzbarkeit von teilweise beruflich genutzten Räumen nicht erleichtert.

Nach der bisher herrschenden Rechtsprechung muss ein Arbeitszimmer nahezu ausschließlich beruflich genutzt werden, damit die anteilige Miete, Zinsaufwendungen, Abschreibungen usw. steuerlich abgezogen werden dürfen.

Im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz am 27.01.2016 verkündete der BFH nun die lange erwartete Entscheidung zu der Frage, ob diese Kosten auch dann anteilig von der Steuer abgesetzt werden können, wenn der Raum nur teilweise für berufliche Zwecke genutzt wird – ob also die Kosten für die Arbeitsecke im Wohnzimmer steuerlich berücksichtigt werden können.

Mit seiner Entscheidung lässt der Große Senat nicht zu, die Aufwendungen anteilig abzuziehen. Es bleibt bei der geltenden Rechtsauffassung, nach der die Kosten für ein Arbeitszimmer nur dann steuerlich geltend gemacht werden können, wenn dieses Zimmer der ausschließlichen betrieblichen/beruflichen Nutzung dient und sich hinreichend vom privaten Bereich der Lebensführung abgrenzen lässt. Kosten der privaten Lebensführung sollen nicht auf Kosten der Allgemeinheit steuerlich absetzbar sein.

Auch wenn dieses Urteil für viele Steuerzahler enttäuschend ist, herrscht bei diesem Thema nun zumindest wieder Rechtssicherheit.