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Erholungsbeihilfe wieder im Kommen

©Tierney

Früher war sie einmal sehr beliebt, dann kam sie aus der Mode: die Erholungsbeihilfe. Nun erlebt der Entgeltbaustein eine Renaissance, weil viele Unternehmen im Rahmen der Mitarbeiterbindung erkannt haben, dass sich durch diese Zahlungen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sparen lassen.

Zusätzlich zum Arbeitslohn und im Zusammenhang mit Erholungskosten des Arbeitnehmers gewährt, ist der Zuschuss als Bar- oder Sachbezug zwar Arbeitslohn – er kann aber nach dem Willen des Gesetzge-bers mit 25 % pauschal versteuert werden und ist damit sozialversicherungsfrei. Ein Sachbezug kann zum Beispiel ein Vertrag des Unternehmens mit einem Hotel sein, in dem der Arbeitnehmer mit seiner Familie einen Wochenendurlaub verbringt. Der Arbeitgeber muss die Verwendung der Erholungsbeihilfe dokumentieren; die Dokumentation verbleibt als Nachweis im Unternehmen.

Vor allem Familien können sich freuen, denn die Erholungsbeihilfe kann nicht nur für den Arbeitnehmer gezahlt werden, sondern auch für dessen Ehepartner und für jedes Kind. Die Pauschalversteuerung ist dabei gestaffelt zulässig und kann sogar auf den Arbeitnehmer übertragen werden. Für ihn selbst können bis zu 156,00 €, für den Ehepartner 104,00 € und für jedes Kind 52,00 € im Kalenderjahr gezahlt werden.

Der Unterschied zum Urlaubsgeld besteht darin, dass Urlaubsgeld – anders als die Erholungsbeihilfe – nicht zweckgebunden ist. Weil es damit für das allgemeine Leben verwendet werden kann, ist das Ur-laubsgeld immer steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn.

Erkrankt ein Arbeitnehmer und soll seine Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt werden, können Unternehmen in diesem Zusammenhang bis zu 600,00 € steuerfrei gewähren. Dabei ist darauf zu achten, dass der Arbeitnehmer den Betrag auch tatsächlich für seine Wiederherstellung verwendet, etwa im Rahmen einer Kur. Auch für die Kinder des Arbeitnehmers kann unter denselben Voraussetzungen diese Form der zu-sätzlichen Leistung des Arbeitgebers gezahlt werden.