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Neue Steuererleichterungen im Erbfall

Mann im blauen Hemd

Wer als Erbe für die Steuerangelegenheiten eines Verstorbenen verantwortlich wird, dem bietet ein neues Urteil des Bundsfinanzhofs zumindest in finanzieller Hinsicht eine Erleichterung.

Beispiel:

Herr Müller ist am 10.05.2011 verstorben, seine Tochter wird Alleinerbin und erbt Vermögen im Wert von 600.000,00 €. Zum 10.05.2011 beträgt seine Steuerschuld gegenüber dem Finanzamt 3.000,00 €. Für das gesamte Jahr 2011 ermittelt das Finanzamt für Herrn Müller eine Nachzahlung von Einkommensteuern, Kirchensteuern und Solidaritätszuschlag in Höhe von 20.000,00 €. Die Tochter ist als Erbin verpflichtet, diese Steuernachzahlungen zu übernehmen.

Im Rahmen der Ermittlung der Erbschaftsteuer darf die Tochter die Steuernachzahlung als sogenannte Nachlassverbindlichkeit vom erbschaftsteuerpflichtigen Vermögen abziehen. Die Höhe der Erbschaftsteuer für die Tochter wird also reduziert.

Bisher waren lediglich die Steuern als Nachlassverbindlichkeit abzugsfähig, die zum Todeszeitpunkt entstanden waren. Im Beispiel also nur 3.000,00 €. Neu ist, dass nun auch die Einkommensteuern abzugsfähig sind, die erst mit Ablauf des Todesjahres entstehen, hier also die 20.000,00 €.