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Neues Steuertransparenzabkommen mit Liechtenstein

blaue Kugeln mit Hand

©Thorsten Schmitt

blaue Kugeln mit Hand

©Thorsten Schmitt

Die EU und Liechtenstein haben am 29.10.2015 ein neues Steuertransparenzabkommen unterzeichnet. In einer Pressemitteilung gab die Europäische Kommission bekannt, dass sie dieses Abkommen als weiteren wichtigen Schritt im Kampf gegen Steuerhinterziehung ansieht.

Ab 2017 werden Liechtenstein und die EU-Mitgliedstaaten automatisch Informationen über die Finanzkonten ihrer jeweiligen Einwohner austauschen. Ab dem gleichen Zeitpunkt erfolgt auch der automatische Austausch nach demselben Standard zwischen den Mitgliedstaaten der EU.

Im Rahmen des neuen Abkommens erhalten die Mitgliedstaaten die

  • Namen,
  • Anschriften,
  • Steuer-Identifikationsnummern und
  • Geburtsdaten

ihrer Einwohner mit Konten in Liechtenstein sowie andere Finanzdaten und Informationen über Kontensalden. Diese Regelung steht im Einklang mit dem neuen weltweiten Standard der OECD/G20 für den automatischen Informationsaustausch.

Der verstärkte Informationsaustausch soll es den Steuerbehörden erleichtern, Steuerhinterzieher aufzuspüren, und gleichzeitig davor abschrecken, Einkünfte und Vermögen im Ausland zu verbergen. Im Mai dieses Jahres hat die EU bereits ein ähnliches Abkommen mit der Schweiz unterzeichnet (s. Artikel vom 10.06.2015). Entsprechende Verhandlungen mit Andorra, San Marino und Monaco stehen vor dem Abschluss.