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Realsteuer-Hebesätze 2014

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Deutschlandweit drehen die Kommunen weiter an der Steuerschraube – das zeigt die aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zu den Realsteuer-Hebesätzen 2014.Mit ihrer Hebesatzpolitik für die Gewerbe- und die Grundsteuer haben die Kommunen einen großen Einfluss auf die Attraktivität ihres Standorts. Trotz des Wettbewerbs unter den Gemeinden sind die Hebesätze auch in diesem Jahr weiter gestiegen. So liegt bei der Gewerbesteuer der Bundesdurchschnitt bei 430 %, was einer Erhöhung um etwa 1 % entspricht. Es gibt allerdings einige Ausreißer nach oben, zum Beispiel Luckenwalde (Brandenburg, plus 55 %), Wittmund (Niedersachsen, plus 50 %) oder Bremerhaven (plus 40 %). Nur wenige, insbesondere kleinere Gemeinden wie Quedlinburg (Sachsen-Anhalt, minus 10 %) und Monheim (Nordrhein-Westfalen, minus 15 %) haben den Hebesatz für die Gewerbesteuer gesenkt. Erneut zugenommen hat 2014 die Spreizung beim Gewerbesteuerhebesatz. Drei nordrhein-westfälische Gemeinden führen die Tabelle an: Marl (530 %), Elsdorf (520 %) und Oberhausen (520 %). Am unteren Ende finden sich Monheim (Nordrhein-Westfalen, 285 %), Eschborn (Hessen, 280 %) und Bad Soden am Taunus (Hessen, 280 %).  

Deutlich stärker haben die Gemeinden die Grundsteuer angehoben: Hier liegt der durchschnittliche He-besatz bei 502 % (Erhöhung um 4 %). Im Landesdurchschnitt am kräftigsten zugelegt hat die Grundsteuer in Hessen, und hier vor allem in Gießen (plus 220 %) und in Bad Nauheim (plus 220 %). In Sachsen-Anhalt gab es aufgrund von Hebesatzsenkungen in Köthen (minus 25 %) und in Merseburg (minus 50 %) einen Rückgang. Noch stärker als bei der Gewerbesteuer geht die Schere bei den Hebesätzen der Grundsteuer auseinander: Lag Berlin mit 810 % jahrelang unangefochten an der Spitze, sind nun die nordrhein-westfälischen Gemeinden Haltern am See und Selm mit je 825 % auf Platz eins vorgerückt. Am unteren Ende liegt Ingelheim am Rhein mit einem Hebesatz von 80 %, gefolgt von Eschborn mit 140 %.