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Umgekehrte Familienheimfahrten sind keine Werbungskosten

Familienheimfahrten können bei doppelter Hausführung als Werbungskosten angesetzt werden. Fahrten des anderen Ehegatten sind nicht steuerlich begünstigt.

Zur heutigen Zeit ist es nicht selten, dass Ehepaare in unterschiedlichen Städten arbeiten. Dies führt zumeist bei einem der beiden zu einer doppelten Haushaltsführung. Steuerlich ist diese begünstigt. Beispielsweise kann die wöchentliche Familienheimfahrt mit 0,30 € pro Entfernungskilometer als Werbungskosten angesetzt werden.

Diese Regelung gilt jedoch nur für den Ehepartner, der zu der gemeinsamen Wohnung fährt. Die Besuchsfahrt in der Stadt des anderen gilt nicht als Familienheimfahrt und ist daher nicht steuerlich begünstigt.

Beispiel:
Die Ehegatten leben gemeinsam in Schwerin. Die Ehefrau arbeitet jedoch in Frankfurt. Die wöchentliche Fahrt der Ehefrau nach Schwerin ist einen Familienheimfahrt, für die Werbungskosten angesetzt werden können. Die Fahrt des Ehemannes nach Frankfurt ist im Gegensatz hierzu nicht steuerlich begünstigt.

Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es jedoch. Ist der Ehepartner erkrankt oder aus dienstlichen Gründen verhindert, zum Familienwohnsitz zu fahren, so können die Kosten für die Besuchsfahrt als Werbungskosten angesetzt werden.