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Voller Steuerabzug für Krankheitskosten

Jeder Bürger hat die Möglichkeit, seine Krankheits- und Pflegekosten, die nicht von der Krankenversicherung erstattet werden, im Rahmen der Einkommensteuererklärung anzugeben und so die Steuer zu mindern. Leider werden die Krankheitskosten nicht in voller Höhe berücksichtigt. Es kann nur der Betrag abgezogen werden, um den die Kosten die zumutbare Belastung“ übersteigen. Letztere richtet sich individuell nach der Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte, der anzuwendenden Steuertabelle und der Zahl der Kinder.

Der Bundesfinanzhof (BFH) prüft zurzeit, ob diese Begrenzung durch die zumutbare Belastung rechtens ist. Bis zur Entscheidung über dieses Verfahren empfiehlt es sich, alle Krankheitskosten in der Steuererklärung anzugeben. Bisher hat das Finanzamt es stets abgelehnt, die Krankheitskosten in voller Höhe zu berücksichtigen, hier war ein Einspruch mit Hinweis auf das Verfahren beim BFH erforderlich.

Dieser Einspruch ist nun nicht mehr notwendig. Die Finanzverwaltung wird den sogenannten Vorläufigkeitskatalog am Ende jedes Einkommensteuerbescheides hinsichtlich des Abzugs von Krankheitskosten ergänzen. Dieser Hinweis sollte demnächst in jedem Steuerbescheid enthalten sein. Damit kann der Bescheid zugunsten des Steuerzahlers geändert werden, wenn der BFH die vollen Kosten für abzugsfähig erklärt.

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