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ADS-Mitarbeiterin engagiert sich für Straßenkinder

ZAZA FALY: Einsatz für Straßenkinder in Madagaskar

Laut Unicef ist Madagaskar das drittärmste Land dieser Erde. Aufgrund einer anhaltenden politischen Krise hat sich die wirtschaftliche Lage noch einmal verschlechtert. Seit nunmehr 25 Jahren setzt sich ZAZA FALY e. V. für die Belange von Straßenkindern in der Hauptstadt Antananarivo ein. Elke Dreise aus der Zweigniederlassung in Berlin ist seit der Gründung 1994 für den durch Privatspenden finanzierten Verein tätig – mittlerweile als Geschäftsführerin.

ZAZA FALY wird durch das Engagement vieler Kirchengemeinden, Schulen, Klassen, Kitas, privater Spenderkreise und langjähriger Spender und Paten unterstützt. Durch den leidenschaftlichen Einsatz vieler Spender, ehrenamtlicher Helfer und auch durch Praktikanten in Antananarivo hat das Team schon eine Menge bewegt. Zu den Aktivitäten gehören zum Beispiel in der Sozialstation der madagassischen Nichtregierungsorganisation ONG Manda vor Ort die medizinische Versorgung von etwa 150 Kindern, der Zugang zu Bildung (Alphabetisierung), zu sauberem Trinkwasser und Verpflegung; der Verein organisiert aber auch die Einschulung der Kinder in staatliche Schulen sowie die Weiterbildung der Jugendlichen in zwei Ausbildungsprojekten. ZAZA FALY e. V. ist eine wirklich außergewöhnliche Organisation mit vielen engagierten Menschen, die sich für das Wohl der Straßenkinder einsetzen.

Woher kommt der Name ZAZA FALY?

Elke Dreise: ZAZA FALY ist madagassisch – es bedeutet „zufriedenes Kind“, und das fasst auf den Punkt genau unsere Mission zusammen: Wir möchten einen großen Teil dazu beitragen, dass sich die Lebensverhältnisse und Perspektiven von Straßenkindern sowie Kindern aus sehr armen Familien verbessern und positiv entwickeln, sodass sie später ihren Lebensunterhalt selbst erwirtschaften und ihre Erfahrungen an ihre eigenen Kinder und Familien weitergeben können.

Wie genau sieht Ihre Arbeit aus?

Elke Dreise: Ich bin für die Buchhaltung in Deutschland zuständig, begleite die Buchhaltung der Nichtregierungsorganisation ONG Manda, stelle Spendenbescheinigungen aus und unterstütze den Vorstand dabei, die anstehenden Aufgaben umzusetzen.

Was macht Ihnen am meisten Spaß? Gibt es ein „schönstes Erlebnis“?

Elke Dreise: Die schönsten Erlebnisse sind eindeutig meine Reisen nach Madagaskar. Mittlerweile arbeiten 30 Personen vor Ort. Mit vielen ist in den letzten 25 Jahren eine freundschaftliche Verbindung entstanden. Wir tragen eine große Verantwortung auch ihnen und ihren Familien gegenüber. Es freut mich immer sehr zu sehen, was aus den Kindern wird, wie unsere Arbeit ihren Lebensweg beeinflusst und dafür sorgt, dass sie ein besseres Leben führen. Ich bin ungefähr alle zwei Jahre für jeweils drei Wochen vor Ort. Im Jahr 2017 habe ich für alle Mitarbeiter – von der Köchin bis zum Sozialassistenten – ein Seminar in Buchhaltung gegeben, das war eine völlig neue Erfahrung für mich. Bei all meinem persönlichen Engagement unterstützt Herr Rühe, unser Zweigniederlassungsleiter, mich und den Verein, wo er kann. Dafür an dieser Stelle herzlichen Dank!

Wie viele Mitglieder hat der Verein?

Elke Dreise: ZAZA FALY besteht mittlerweile aus 30 Mitgliedern und 150 Paten – die wir auch als Mitglieder in diesem Sinne sehen –, die uns regelmäßig finanziell unterstützen. Darüber hinaus erreichen uns viele Spenden von Personen, die unsere Arbeit schon lange verfolgen und begleiten. Viele haben das Projekt in Antananarivo auch schon selbst besucht. Natürlich ist jeder herzlich willkommen, der sich engagieren möchte.

Die ADS unterstützt diese großartige Organisation  in diesem  Jahr mit einer Spende von 2.000,00 €.  Auf www.zazafaly.de finden Sie weitere Informationen sowie ausführliche Beschreibungen der unterschiedlichen Projekte und Spendenmöglichkeiten.